Es hat Xing gemacht? Xing das war wohl nichts. Mit einer atemberaubenden Kampagne hat Xing sich unter peinlichen Umständen nun ins Rampenlicht geschoben. http://off-the-record.de/2010/02/24/es-hat-xing-gemacht-und-der-spiesser-lacht/
Solche Kampagnen konnte man eventuell vor Jahren noch machen, als es noch kein Internet gab. Da ist es vermutlich kaum jemandem aufgefallen, dass es sich bei den “Kundenmeinungen” um Angestellte handelt. Anders sieht dies heutzutage aus. Kundenmeinungen auf Webseiten sind so schon ein Tanz auf der Rasierklinge, weil sie oft geschönt wirken und selten authentisch sind. Wenn nun aber so offensichtlich Leuten aus den eigenen Reihen diese “Kundenmeinungen” in den Mund gelegt werden ist das ganze ein absolutes no go.
Die Agentur deep blue und Xing haben hier “…alle Kosten und Mühen gescheut…” Wie die Gründerszene so treffend formuliert. (Quelle)
Da hilft es auch nicht sich mit der Aussage retten zu wollen, dass Xing-Mitarbeiter ja schließlich auch Netzwerker bei Xing seien und es sich deswegen um eine authentische Kampagne handelt. Sie haben mit Absicht keine Models dafür gecastet. (Quelle) Wenn so etwas in Zukunft eventuell authentisch sein soll, hätte ich eine total verrückte Idee liebes Xing und deep blue. Wie wäre es wenn man das nächst mal einfach aktive reale Xing-Mitglieder um ihre Meinung fragt? Oder würde es von denen zuviel Kritik geben was Weiterentwicklung und Innovation von Xing angeht?
Ich würde empfehlen das nächste Mal mit eventuell sogar weniger finanziellem Aufwand eine zeitgemäße Werbekampagne zu starten. So etwas wie diese Kampagne befördert durch Twitter und Co einfach zu schnell ins Abseits.


6 Kommentare
LOL
!
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Das ist ja noch dümmer als die Vodafone- Blogger- Kampagne 2009
Kritische Kommentare lässt du wohl nicht zu, sonst hättest du meinen wohl freigeschaltet. Auch ne Möglichkeit, eigene Fehler nicht zugeben zu müssen. Das ist das traurige an Blogs, dass sie sich sowohl bei der Recherche, als auch sonst nicht an journalistische Regeln halten müssen. Also nochmal: Es ist Teil der Kampagne, die Mitglieder zu befragen, aber dafür müsste man sich die Microsite der Kampagne angesehen haben.
Hallo.
Tatsaechlich gebe ich jeden Kommentar frei. Einen ersten habe ich von dir nicht.
Ich habe bis jetzt nicht tagelang recherchiert. Das stimmt. Das muss ich aber auch nicht um jeden Preis, da meiner Meinung nach eine Kampagne ab dem ersten Eindruck gut wirkt und Interesse weckt, oder eben nicht. Wenn ich für eine Kampagne erst recherchieren muss um zu sehen wie sie vielleicht gedacht sein koennte, dann hat die Kampagne versagt. Außer es handelt sich mit Absicht um eine Art guerilla Kampagne bei der gewuenscht ist, dass man nicht sofort weiß um was es geht. Das war hier nicht geplant. Wirkt jedenfalls nicht so.
Wenn die Kampagne so gedacht war wie du schreibst war die Veroeffentlichung von angeblichen Kundenmeinungen durch eigene Angestellte definitiv trotzdem der falsche weg. Begehrlichkeit und Interesse auf die Microsite haette man da auch effektiver und eleganter loesen koennen.
Davon bin ich ueberzeugt und scheinbar auch sehr viele andere, also hat die Kampagne ja scheinbar den falschen Weg gewaehlt um bei den Usern und Betrachtern anzukommen.
Die Microsite ist der zentrale Hub der Kampagne. Deshalb finde ich es obligatorisch, dass man sich diese ansieht, bevor man sich kritisch äußert. Ob sich die eigenen Mitarbeiter als Testimonials eignen, kann man diskutieren. Aber die laufende Diskussion der Blogosphäre halte ich in weiten Teilen für undifferenziert, oberflächlich und hämisch.
@Philipp: Es ist obligatorisch, als umworbener Konsument, in die Tiefe einer Kampagne einzutauchen?
Mal ab davon, dass klassische Werbung gerade ihre letzten Zuckungen erlebt, ist es umso erstaunlicher, dass ausgerechnet ein Socialweb-Unternehmen den Tanzbereich verlässt in dem es groß wurde (Kundenempfehlung, Überzeugung durch Mehrwert, Interaktion mit der Zielgruppe) und stattdessen auf leicht durchschaubare Inszenierung einer Scheinwelt setzt.
Wo ist der Hintergrund für deinen Beschützerinstinkt? Schnittstellen zur beteiligten Agentur? Xing-Aktionär? Oder völlig frei zu der Entscheidung gekommen hier zu kommentieren?
Es mag tatsächlich sein, dass die Microsite zentraler Bestandteil der Kampagne ist. Trotzdem ist es nicht die Microsite, welche bei den Usern und möglichen Kunden ankommt. Das sollte sie ja aber.
Wenn sie von den Usern quasi ignoriert wird und stattdessen auf die Glaubwürdigkeit der Kampagne und die eigenen Mitarbeiter als Testimonials geachtet wird, dann kann man sich schon fragen, ob die Kampagne nicht wohlmöglich falsch aufgezogen wurde.
Die Microsite ist offenbar zu wenig in der Öffentlichkeit angekommen. Der fragliche Inhalt durch eigene Mitarbeiter ist das was die User interessiert. Nicht die Funktion oder die Optik der die “schöne Idee” einer Microsite.
Wenn dieser Inhalt nicht authentisch ist, wird die ganze Kampagne logischerweise auseinander genommen. Da hilft auch keine hübsche Microsite. Es bringt die schönste Werbung nichts, wenn das Produkt bzw. der Inhalt nicht stimmt oder hält was die Werbung verspricht. Dies war hier der Fall. Der Meinung bin ich und der Meinung sind viele andere. Da sollte einem zu denken geben, denn grade Internetnutzer sollten ja ebene nicht negativ auf eine Kampagne einer Onlineplattform reagieren. Ansonsten ist etwas gründlich daneben gegangen.
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