Am 18.3. erscheint es offiziell. Das enorm Magazin. Heute habe ich es in die Hände bekommen. Die erste Ausgabe. Drei weitere sollen dieses Jahr noch folgen.
Der erste Eindruck als ich es in die Hand nahm war ein ungewohnter. Zumindest für ein Magazin. Eingeschlagen in Naturpapier. Auch die 130 (tatsächlich 130) Seiten auf edlem Naturpapier gedruckt. Dieses gute Gefühl wird unterstützt von dem FSC Logo, welches im Impressum des Magazins zu finden ist.
Einziger Nachteil könnte lediglich das derzeitige Wetter sein, welches mit Naturpapier sehr rabiat umgeht.
7,50 kostet das Einzelheft. Das Abo gibt es für 30 Euro bzw. für Studenten für 20 Euro. Preise die im direkten Vergleich zur brandeins oder zum Manager Magazin durchaus vertretbar sind.
Die Themen im ersten Heft sind zum Beispiel ein Report über Ideen und Macher rund um das Thema Social Business, ein ausführlicher Artikel über ethische Banken, sowie ein guter Artikel über “Ethisch korrekt leben”.
Diese drei habe ich auch bereits gelesen und mir gefällt der Schreibstil sehr gut. Enorm lässt sich genau so gut lesen wie beispielsweise die brandeins, ist aber trotzdem ein komplett anderes Magazin, als einige vielleicht vermuten. Man kann sehr gut beide Magazine lesen und liest kein Thema doppelt. Also tatsächlich ein neuartiges Magazin mit einem sehr angenehmen Thema. Zu Zeiten in denen Nachhaltigkeit und Ökologie immer wichtiger werden und alle Welt über bedingungsloses Grundeinkommen, BIO-Essen, etc. redet passt das enorm Magazin tatsächlich sehr gut.
Vom Design und Layout sehr angenehm aufgeräumt, durch diverse Illustrationen jedoch auch bunt, erinnert es in einigen Zügen an die brandeins. Was ich an dieser Stelle jedoch nicht als Nachteil werten würde. Die Illustrationen sind nicht komplett mein Fall und für einige Leser vielleicht etwas zu kreativ. Vereinzelt erinnern die Collagen an die guten alten Monty Python Trickfilme. Auch der leicht ovale Fleck, welcher im Corporate Design verankert ist, trifft nicht komplett meinen Geschmack.
Abgesehen von der Wetteranfälligkeit und einigen Illustrationen, etc. konnte ich bisher noch keinen weiteren Negativpunkt finden, würde mir in Zukunft aber eine Dialogabteilung in dem Magazin wünschen. Für Leserbriefe oder ähnliches. Dies ist aber natürlich bei der ersten Ausgabe noch etwas schwer zu realisieren.
Die Sponsoren im Heft (BMW, VW, taz, etc.) werben meist mit einem Social Business Hintergrund, oder einem ökologischem bzw. nachhaltigen Thema. Das finde ich gut. Klar muss Werbung gemacht werden. Es sollte aber eben darauf geachtet werden, dass die Werbung nicht themenfremd ist. Dies ist hier gelungen.
Besonders spannend finde ich, dass Abonnenten bei enorm als Social Business Angel gelten. 15% des Abopreises wird nämlich in Social Business Projekte investiert, welche auch im Heft beschrieben werden. So geht es bei den aktuellen Abonnenten beispielsweise um eine Unterstützung von Projekten aus Deutschland, Haiti und Indien.
In Kürze soll es für jeden Abonnent dann auch möglich sein auf der Webseite von enorm für das Projekt abzustimmen, für das man seine 15% gerne verwendet sehen will.
Viel negative Kritik kann ich tatsächlich, bis auf die paar Kleinigkeiten, nicht äußern. Dies liegt jedoch tatsächlich nicht daran, dass ich selber indirekt mit dem Magazin in Verbindung stehe. Mit dem Magazin an sich habe ich direkt nichts zu tun. Zudem liegt es mir fern irgendwelche Dinge einfach so zu bejubeln. Alle die meinen Blog ab und zu besuchen dürften wissen, dass ich nicht unbedingt ein Mann der freundlichen Worte bin in diesem Blog, allerdings finde ich das Thema des enorm Magazins tatsächlich lobenswert und ich hoffe viele von euch sehen das ähnlich.
Ich werde mir nun in den nächsten Tagen das restliche Magazin durchlesen. Sollten mir noch mehr Kritikpunkte über den Weg laufen, werde ich diese natürlich nicht verheimlichen.
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